Millipeden Little Creepy Creatures Facts - Mythen und Märchen Was alles so erzählt wird ... ...und was wirklich davon wahr ist. Mythos 1: Tausendfüßer sind giftig ! Stimmt nicht. Meistens werden die Tausendfüßer in den selben Topf wie Hundertfüßer (Centipeden) geworfen. Diese zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sich an jedem Segment nur ein Beinpaar befindet, bei Millipeden jeweils zwei. Centipeden sind schnell, giftig und carnivor lebend, dadurch auch in der Lage, durch Giftbiss zu töten. Millipeden sind langsam, „ungiftig“ und herbivor lebend. Tausendfüßer verfügen durchaus über die Möglichkeit, sich bei ihren Feinden als ungenießbar zu geben, dafür wird ein Wehrsekret benutzt. Dieses ist in aller Regel nicht toxisch für den Menschen, aber stark färbend und sehr bitter, vergleichbar mit dem allseits bekannten Sekret, welches Marienkäfer bei Belästigung abgeben. Kontakt mit den Schleimhäuten oder Augenkontakt sollte allerdings vermieden werden, die Toleranzschwelle bei Allergikern sollte auch abgeklärt sein. Beim vorsichtigen Handling mit den Füßern besteht nur eine geringe Gefahr, mit dem Wehrsekret in Kontakt zu kommen. Die Abgabe von Wehsekret ist Stufe 2 der Abwehrmaßnahmen eines Füßers, bei Störung tritt erst Stufe 1 in Aktion, der Füßer rollt sich zur Spirale um den potentiellen Feinden möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten und seine empfindliche Bauchseite zu schützen. Wer achtsam mit den Füßern umgeht, wird wenig mit Abwehrsekret in Kontakt kommen. Die Abgabe von Wehrsekret ist von Art zu Art unterschiedlich ausgeprägt, sowohl in Menge als auch in der Bereitschaft dazu. Hier ist das Ende des Textes als Text statt der Grafik.